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Untersuchung des Auges

Abhängig von der Art und Ausprägung der Beschwerden erfolgen meist Bestimmung der Sehkraft beider Augen, eine Untersuchung an der Spaltlampe, Messung des Augeninnendrucks und ggf. der Einsatz weiterer Technologie.

Spätestens dann, wenn Sie eine Sehverschlechterung bemerken, ist ein Sehtest erforderlich. Eine Augenuntersuchung ist harmlos und schmerzfrei. Lesen Sie hier, wie die Untersuchung abläuft.


Sehschärfe


Der Visus – wie die lateinische Bezeichnung für die Sehschärfe lautet – gibt an, wie scharf wir unsere Umgebung mit den Augen wahrnehmen können. Er spielt nicht nur bei der Feststellung von Sehschwächen eine Rolle, sondern ist auch entscheidend für bestimmte Berufe. Für diesen Sehtest wird ein Auge abgedeckt, mit dem anderen Auge schaut man auf sogenannte Sehprobentafeln oder auf eine Projektion mit Buchstaben, Zahlen oder C-förmigen Zeichen in abnehmender Größe.

Die Sehschärfe zeigt sich daran, welche Zeichen aus fünf Metern Entfernung noch erkannt werden. Zusätzlich prüft die Augenärztin oder der Augenarzt die Sehschärfe in Leseentfernung mit Lesetafeln aus etwa 30 Zentimetern. Im Anschluss kann der Sehtest gegebenenfalls mit Korrekturgläsern wiederholt werden.

Es folgen oft weitere Untersuchungen, um das Sehvermögen zu beurteilen: Tests des Farbsehens, der Augenbeweglichkeit und die Augenstellung zueinander und die Prüfung des Gesichtsfelds.


Spaltlampe


Eine Spaltlampe, eines der wichtigsten Untersuchungsgeräte in der Augenheilkunde, ist ein Untersuchungsmikroskop, das ein schmales, spaltförmiges Licht aussendet. Auch bei dieser Untersuchung wird das Kinn auf eine Stütze gelegt, die Ärztin oder der Arzt sitzt gegenüber und beleuchtet jeweils ein Auge.

Durch den scharf begrenzten Lichtstrahl und verschiedene Belichtungsarten (direkt, seitlich, breit gestreut) ist es möglich, fast alle Augenabschnitte in bis zu 60-facher Vergrößerung zu betrachten: das vordere, mittlere und hintere Auge bis zur Netzhaut im Augenhintergrund. Moderne Spaltlampen enthalten auch ein Gerät zur Messung des Augeninnendrucks.

Bei zahlreichen Beschwerden und Krankheitsbildern ist eine Spaltlampenuntersuchung sinnvoll und findet sie auch bei den meisten Augenarztbesuchen statt. Verletzungen und Entzündungen der Horn- oder Bindehaut lassen sich sicher diagnostizieren, ebenso Tumore der Netz- oder Regenbogenhaut, Grauer oder Grüner Star und die Maculadegeneration.


Augeninnendruck


Die Messung des Augeninnendrucks (Tonometrie) gehört zu den häufigsten Untersuchungen in der Augenheilkunde. Ein erhöhter Druck entsteht, wenn das im Auge gebildete Kammerwasser nicht normal abfließen kann und sich staut. Ein normaler Augeninnendruck liegt bei Erwachsenen zwischen 10 und 21 mmHg.

Es gibt verschiedene Geräte zur Druckmessung. Bei der sogenannten Applanations-Tonometrie wird die Hornhaut zunächst mit Augentropfen betäubt. Danach wird ein kleiner Messkörper aufgesetzt, der einen leichten Druck auf das Auge ausübt. Gemessen wird der Druck, der nötig ist, um die Hormhaut auf einer Fläche von drei Millimetern abzuflachen. Dies entspricht dem Wert, der im Augeninneren vorherrscht.

Eine andere Möglichkeit, den Augeninnendruck zu messen, ist die sogenannte Non-contact-Tonometrie. Dabei wird der Druck mit einem kurzen Luftstoß auf die Hornhaut gemessen. Beide Untersuchungen sind nicht belastend und nicht schmerzhaft.




Gesichtsfeld


Was ein Mensch sieht, ohne das Auge zu bewegen, nennt man Gesichtsfeld. Für die Untersuchung wird ein Perimeter verwendet – ein Gerät, das die Hälfte einer Hohlkugel darstellt. Für die Untersuchung wird der Kopf leicht in eine Halterung gestützt und ein Punkt in der Mitte der Hohlkugel fixiert. Das Gerät sendet Lichtreize aus, die sich bewegen oder immer heller werden. Wenn man das Licht oder eine Veränderung wahrnimmt, drückt man eine Taste. Je mehr Stellen im Gesichtsfeld geprüft werden, desto genauer ist die Diagnose  – entsprechend länger dauert aber die Untersuchung.

Das Gesichtsfeld ist sehr wichtig, um sich im Raum zu orientieren. Da verschiedene Krankheiten zu Störungen des Gesichtsfelds führen, wird die Perimetrie häufig bei Verdacht auf eine Schädigung der  Netzhaut oder des Sehnervs eingesetzt, aber auch bei unklaren Kopfschmerzen oder Schwindel. Auch Augenerkrankungen wie ein Grüner Star (Glaukom) oder eine Maculadegeneration führen zu Veränderungen des Gesichtsfelds. Die Untersuchung ist schmerzfrei, kann aber anstrengend sein, da man sich lange konzentrieren muss.

Die Gesichtsfeldmessung ist sehr gut geeignet als Vorsorge für Glaukom, bei starker Kurzsichtigkeit oder Diabetes mellitus, ferner kann eine Netzhautablösung oder Maculadegeneration erkannt werden. Gesichtsfeldausfälle können Anzeichen für einen Schlaganfall, Gefäßerweiterungen (Aneurysmen) und andere Erkrankungen sein.


Augenspiegelung


Mit einem Augenspiegel ist es möglich, durch die Pupille hindurch auf den Augenhintergrund zu schauen und die Netzhaut, den Sehnerv, die Blutgefäße und die Aderhaut zu untersuchen. Etwa 20 Minuten vor der Augenspiegelung werden die Pupillen mit speziellen Augentropfen geweitet.

Bei der direkten Augenspiegelung führt die Ärztin oder der Arzt das Gerät nah ans Auge heran, leuchtet direkt hinein und sieht einen kleinen Ausschnitt des Augenhintergrunds in starker Vergrößerung. Besonders gut lässt sich dadurch die Mitte des Augenhintergrunds mit Sehnerv, Eintritt der Blutgefäße und dem gelben Fleck beurteilen.

Bei der indirekten Spiegelung wird eine Lupe mit Lichtquelle verwendet und aus etwa 60 Zentimetern Entfernung untersucht. Die Ärztin oder der Arzt sieht dabei einen größeren Bildausschnitt des Augenhintergrunds. Dies ermöglicht einen besseren Überblick und auch eine dreidimensionale Sicht. Die Untersuchung kann auch mit einer Spaltlampe kombiniert werden, dann ist das Netzhautbild stark vergrößert und besser beleuchtet.

Die Erweiterung der Pupillen führt zu einer starken Lichtempfindlichkeit und auch zu verschwommenem Sehen. Deshalb darf man erst wieder Auto fahren oder Maschinen bedienen, wenn die Wirkung der Augentropfen abgeklungen ist.


OCT


Bei der sogenannten optischen Kohärenztomografie (OCT) wird mit einem Laserlicht unter anderem die Netzhautdicke gemessen. Auch Flüssigkeitsansammlungen im Bereich der Netzhaut  können so erkannt werden.

Die Untersuchung am OCT dauert nur wenige Minuten und ist damit schmerzlos und ungefährlich. Die Netzhaut wird in dem untersuchten Bereich durch ein Laserverfahren in optische Schnitte zerlegt und es kann damit wie bei einem mikroskopischen Gewebeschnitt die Netzhaut des Auges beurteilt werden. Diese Untersuchung hat eine ca. 10mal höhere Auflösung als das Ultraschallverfahren am Auge.

Mit dem Einsatz der optischen Kohärenztomographie (OCT) gelingt es, noch tiefere Erkenntnisse von Netzhaut- und Aderhauterkrankungen zu erlangen.

Besonders wichtig ist die Untersuchung z.B. bei folgenden Krankheitsbildern: trockene oder feuchte altersbedingte Makuladegeneration, diabetische Netzhauterkrankung, venöse Verschlüsse der Netzhaut, Makulaforamen (Netzhautloch in der Netzhautmitte), epiretinale Gliose (feines Häutchen über der Netzhautmitte), makuläres Traktionssyndrom (Glaskörperstrangbildung), zystoides Makulaödem  (Schwellung der Netzhaut), Aderhautnaevus (Muttermal), unklare Sehverschlechterung.




Einfacher Sehtest oder Augenuntersuchung:

Warum ist die Augen-Untersuchung wichtig?

Neben der Erkennung und Behandlung von Augenerkrankungen ergeben sich bei sorgfältiger Untersuchung auch Hinweise auf andere behandlungsbedürftige Erkrankungen wie Diabetes mell., Bluthochdruck oder Schlaganfall.

Der schnelle Sehtest

Schnelltests sind keine umfassenden Untersuchungen. Sie dauern meist nur wenige Minuten und werden oft Personal ohne professionelle Ausbildung durchgeführt.

Sehschärfen-Screening

Häufig wird bei Screening-Tests lediglich geprüft, welches die kleinsten Buchstaben oder Zeichen sind, die man auf einer entfernten Sehtafel erkennen kann.

Allgemeiner Sehtest

Ein allgemeiner Sehtest kann nur geeignet sein, eine eingeschränkte Sehkraft oder schwere Beeinträchtigungen zu erkennen, so schnell und kostensparend wie möglich. Feinere Sehstörungen oder möglicherweise die Sehkraft bedrohliche Erkrankungen können nicht erkannt werden.

Sehtest nicht bestanden

Wenn Menschen einen Sehtest nicht bestehen (oft bei einer Sehstärke von weniger als 20-40%), müssen Sie darauf aufmerksam gemacht und zum Besuch eines Augenarztes motiviert werden, um professionelle Diagnostik und Behandlung einzuleiten.

Augenuntersuchung

Bei einer umfassenden Augenuntersuchung, von Augenärzten durchgeführt, wird nicht nur die Sehschärfe geprüft, sondern ein kompletter Gesundheitsstatus des Auges erhoben, von den vorderen bis zu den hinteren Abschnitten. Es wird nach Anzeichen für gesundheitliche Risiken gesucht, die das Sehvermögen bedrohen können (z.B. Glaukom, Cataract, Maculadegeneration, diabetische Retinopathie, Netzhautablösung).

Gesundheitliche Probleme

Ihr Augenarzt kann durch direkte Beurteilung der Blutgefäße und anderer Strukturen im Augeninneren auch Frühzeichen ernsthafter gesundheitlicher Probleme wie Diabetes, Bluthochdruck und Schlaganfallrisiko erkennen.

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